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für den 16.09.2019

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Kirche in WDR 2; 14.09.2019; Manfred Rekowski

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Barcamp Kirche Online
Kirche in WDR 2

Digitale Projekte in der Ortsgemeinde umsetzen

Vom 13. bis 15. September findet in Essen das Barcamp Kirche Online statt. Mitmachen können alle Interessierte. Man muss nicht Digitalexpertin oder Nerd sein, Neugierde auf Kirche und Digitales genügt, um teilzunehmen. Die Themen bringen die Teilnehmenden selbst mit, zum Beispiel die Auffindbarkeit von Gemeinden im Netz.

Session-Planung beim vergangenen Barcamp Kirche Online im Köln. LupeSession-Planung beim vergangenen Barcamp Kirche Online im Köln.

Barcamp – das hat nichts mit einer Bar zu tun, in der alkoholische Getränke ausgeschenkt werden, sondern leitet sich vom amerikanischen Wort „spacebar“ ab, das die Leertaste auf Computertastaturen bezeichnet. Ein Barcamp stellt einen Raum dar, der noch nicht mit Buchstaben vollgeschrieben ist, sondern wo die Teilnehmenden die Leere als Freiraum nutzen, ohne Vorgaben gemeinsam nachzudenken.

Das Barcamp „Kirche online“ findet an diesem Wochenende zum sechsten Mal statt, wieder kommen knapp 100 Menschen aus allen Ebenen der Kirche – von der Presbyterin bis zum Rundfunkpfarrer, von der Religionslehrerin bis zum Webmaster – in Essen vom 13. bis 15. September zusammen, um gemeinsam zu überlegen, wie #digitaleKirche aussehen kann. Das Gute ist – so die Erfahrung aus den letzten Barcamps – , es bleibt nicht nur beim Reden, sondern Menschen verabreden sich auch, Projekte umzusetzen. Zum Barcamp laden die rheinische, westfälische und lippische Landeskirchen gemeinsam mit dem Kirchenkreis Essen ein.

Der Erstkontakt zur Ortsgemeinde ist digital

„Alexa, wo ist eine Kirche in meine Nähe?“ Ein Projekt zur besseren Auffindbarkeit von Kirchen bei Suchmaschinen und Sprachassistenten wurde im letzten Jahr auf dem Barcamp vorgestellt. In diesem Jahr können erste Erkenntnisse und Erfolge präsentiert werden. Dieses Projekt zeigt exemplarisch, dass für viele Menschen der Erstkontakt zur Ortsgemeinde digital ist.

Wer regelmäßig zur Kirche geht, mag denken, alle wüssten, wo die Kirche liegt. Erste Zahlen aus dem Pilotprojekt, bei dem rund 700 rheinische Kirchen eingetragen sind, zeigen ein anderes Bild. Im letzten Monat wurden über eine Million Mal Standorte der eingetragenen Kirchen im Kartendienst Google Maps aufgerufen. Das entspricht rund 50 Aufrufen pro Tag und Kirche. Das sind deutlich mehr Zugriffe, als die Webstatistiken der meisten Gemeindehomepages ausweisen.

Mitarbeitende brauchen einen Außenblick auf ihre Gemeinde

Für viele Menschen sind Suchdienste der erste Kontakt zur Gemeinde – und nicht mehr wie früher die Gemeindehomepage oder der Gemeindebrief. Diese sind weiterhin wichtig, aber noch entscheidender ist, was Interessierte bereits bei Suchmaschinen erfahren. Leider wird dies oft vernachlässigt, da Mitarbeitende in der Regel keine Suchseiten über ihre eigene Gemeinde aufrufen und deshalb nicht sehen, was eventuell fehlt. So kommt es zu Kirchen ohne Foto und ohne Kontaktinformationen bei Suchdiensten.

Dabei wäre es für Gemeinden möglich, auch die Gottesdienstzeiten gezielt an Suchmaschinen weiterzugeben. Wer Interessierte zu seiner Gemeinde einladen möchte, muss auch den Blick von außen auf die eigene Gemeinde richten und darf nicht davon auszugehen, dass jeder weiß, wo die Kirche liegt und wann Gottesdienst ist. Die Sichtbarkeit von Gemeinde im Netz zu erhöhen, wird daher ein Thema auf dem Barcamp sein.

Barcamp dient dem Erfahrungsaustausch

Zum Barcamp „Kirche online“ bringen die Teilnehmenden ihre Themen rund um Internet und Digitalisierung in der Kirche mit. Sie schlagen diese im Plenum vor und es bilden sich Arbeitsgruppen dazu. Dabei geht es um Erfahrungsaustausch, Diskussion von Fragen oder das Erörtern von Lösungsvorschlägen. Das Themenspektrum ist weit gestreut, von der Gemeindehomepage, über Gottesdienststreaming, Online-Ressourcenplanung für Gemeindeveranstaltungen, Social Media bis zur Gemeinde-App.

Sowohl Expertinnen und Experten und als auch interessierte Gemeindeglieder tauschen sich hier aus und nehmen Projektideen für ihre Gemeinden mit nach Hause. Wer noch teilnehmen möchte, kann sich auf barcamp-kirche-online.de noch anmelden. Einzige Voraussetzung: sich auf das offene Format einzulassen und auch neue Ansätze zu durchdenken. Die Teilnahme ist dank zahlreicher Sponsoren kostenlos.

Auf dem Barcamp treffen sich Onliner offline, um Kirche digital fit zu machen. Wer nicht nach Essen auf das kommen kann, der kann natürlich auch online Kirche digital voranbringen: Beim nächsten Gottesdienstbesuch einfach ein Foto der Kirche machen, dieses dann bei einem Kartendienst hochladen und eine hoffentlich positive Bewertung der Kirche hinterlassen.

ekir.de / Text und Foto: Ralf Peter Reimann /



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